Elefantenrunde


Mein Büro ist voller Elefanten. 42 Stück um genau zu sein. Ganz im Ernst, ich habe sie nachgezählt: 42 winzig kleine Elefanten, nicht größer als mein Knie. 42 große wären doch ziemlich unrealitisch, die passen nurn wirklich nicht in mein Büro.
So stampfen sie nun umher, lassen ihren Ruf erklingen und stupsen sich gegenseitig mit dem Rüssel an. Na ja, einen Ruf würde ich das nicht nennnen wollen. Mehr ein kräftiges Quietschen, doch man darf auch nicht zu viel von kleinen Elefanten erwarten

Ich habe sie alle gestreichelt und mir von ihnen ihren Namen sagen lassen, doch das war mir letztendlich doch zu viel und so heißen sie nun einfach Fanta 1 bis Fanta 42. Das lässt sich leichter merken.

Die Elefanten haben einen Turm gebaut, etwas wackelig aber stabil. Nun sind sie größer als ich es bin. Das finde ich blöd und so stoße ich sie um, doch sie fallen nicht. Seifenblasenartig schweben sie in der Luft. Ich berühre Fanta 4 ganz leicht und er zerplatzt mit einem kraftvoll geräuscharmen „Plopp“. Irgendwie lustig Elefanten fliegen zu sehen.

Einige sind zur Wand geschwebt und laufen nun auf ihr auf und ab. Ich sehe ihnen zu. Was ist schon Schwerkraft gegen Elefantenstampfer? Ganz klar … ach keine Ahnung.
Aus meiner Schublade hole ich ein Päckchen Ritter Sport hervor, die mit den Erdnüssen. Elefanten lieben Erdnüsse. So ist es nicht weiter verwunderlich, das sie sich nun um so mehr für mich interessieren. Gerangel entsteht: Elefanten zerplatzen, hinterlassen bunte Muster an der Wand. Ist irgendwie schöner als das schlichte Weiß das langsam hinabläuft. Wände schmilzen bei zu viel Feuchtigkeit, das weiß doch jedes Kind… oder?

In meinem Kopf beginnt es zu pochen… ich öffne die Türe und lassen den Verstand hinein. Ich biete Tee mit Waffelaroma an. Es wäre besser nun den Heimweg anzutreten, sagt der Herr Verstand zu mir, es wäre Zeit und die Dämpfe der Lösungsmittel die durch die Bauarbeiten im Haus verströmt werden scheinen mir keineswegs zu bekommen.

Na gut, dann fliegen wir mal nach Hause während die Elefanten meine Schokolade unter sich aufteilen…

  1. #1 von Huhn am 8. Mai 2007 - 21:56

    Sehr schöne Geschichte!

    Zwei huhnseitige Anmerkungen:
    1. Du solltest öfter auf den Herrn Verstand hören! 🙂
    2. Ist es Zufall, daß 42 auch die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens […] ist?

  2. #2 von der Kaiser am 9. Mai 2007 - 7:15

    @Huhn

    1. Sage ich mir auch öfter!
    2. Natürlich ist es das!

(wird nicht veröffentlicht)