Über eine der Diagonalen des großen Paviment-Quadrates


Klotzart

Dieses Kunstwerk(?), bestehen aus einem Klotz einer Säule und einem Wasserloch Teich ziert den Vorplatz einer deutschen Behörde in Köln. Ich habe keine Ahnung was es darstellen soll, also fragte ich jemanden aus dem Gebäude. Schleißlich müssten die sich auskennen. Da mir aber keiner der Mitarbeiter vor ort helfen konnte frage ich per Email direkt bei besagter Behörde nach. Ich gebe hier nun mal kommentarlos den Teil aus der Antwort wieder der vermutlich die offizielle Beschreibung zu sein scheint…

Das skulpturale Ensemble aus Lavabasalt ist ordnender Faktor für die weite, unregelmäßige Fläche des Vorplatzes. Mit seiner dunklen Farbigkeit und den großen Formaten seiner Details baut es eine dialektische Spannung zur Farbigkeit und Kleinteilligkeit der Ziegelfläche auf. Das quadratisch gerasterte Paviment, das darin eingetiefte Wasserbecken und der Pfeiler bilden eine von mathematischer Rationalität bestimmte Einheit, deren drei Elemente in den Maßverhältnissen, den Achsenbezügen und Proportionen aufeinander abgestimmt sind. Über eine der Diagonalen des großen Paviment-Quadrates sind alle Elemente der Skulptur verbunden, über sie korrespondieren sie miteinander. Auf ihr öffnet das Wasserbecken die Fläche, auf ihr steht die ‚Bündelsäule’. Deren Vertikalität steht in einem dialektischen Bezug zur Absenkung des Wasserbeckens. Das in das Becken eingelassene Plateau wirkt mit seiner Schiefwinkeligkeit als irrationales Moment in dem vom rechten Winkel bestimmten Gefüge. Die trotz ihrer Masse feingliedrige ‚Säule’, ein Pfeiler quadratischen Querschnitts, ist durch breite, schräg geführte Herausnehmungen verräumlicht und lichtdurchlässig. Weil sie in voller Höhe durchgehen und sich kreuzen, löst sich die ‚Säule’ in ein Bündel von Pfeilerprismen auf.

Kann mir das bitte jemand übersetzen???

  1. #1 von Nuhrfan am 11. Juli 2007 - 22:02

    Also, bist Du genauso schlau wie vorher. Vielleicht ist ja irgendwie ein
    Hinweis in der Nähe (Tafel) versteckt, was es darstellen soll.

  2. #2 von die_schottin am 11. Juli 2007 - 22:36

    Gerne. Es ist ein dunkler Klotz und ein Wasserloch. Mehr musst Du nicht wissen.

  3. #3 von Hermann am 12. Juli 2007 - 12:56

    Also, ich glaube, dass soll etwa folgendes bedeuten: Wir haben da ein Kunstwerk hingesetzt auf einem ansonsten eher hässlichen Platz („ordnender Faktor für die weite, unregelmäßige Fläche des Vorplatzes“). Die Skulptur ist nach strengen mathematischen Formeln erstellt, die jedoch kein Mensch erkennen kann („Über eine der Diagonalen des großen Paviment-Quadrates sind alle Elemente der Skulptur verbunden, über sie korrespondieren sie miteinander“). In der Skulptur selbst gibt es noch Spannungsverhältnisse, ohne dass wir jedoch sagen könnten, warum eigentlich, aber wir haben schließlich eine „irrationales Element“ integriert, um eine (sinnlose?) Spannung zu erzeugen und den Klotz besser „Kunst“ nennen zu können. Toll, nicht wahr? Nur eine wichtige Information fehlt: Was zum Teufel soll das auf einem verdammten Behörendvorplatz? Wer kannte da wen und konnte wen überreden, einem „Künstler“ so viel Geld für sowas zu geben?….

  4. #4 von Huhn am 12. Juli 2007 - 16:22

    Die haben sicher 1 zu 1 die Beschreibung des Architekten wiedergegeben, der das gebaut hat.

    Kommt denn irgendwo Wasser raus, also ein Springbrunnen? Dann wärs ja noch annehmbar.

  5. #5 von der Kaiser am 15. Juli 2007 - 17:19

    @nuhrfan
    Nein, da gibt es keinerlei Hinweise. Keine Tafel, nix!

    @die_schottin
    Na dann ists ja gut – ich war mir da nicht ganz sicher

    @Hermann
    Klingt nachvollziehbar. Was Deine Frage angeht, was das auf solch einen Platz zu suchen hat, so gibt es da keine Vertternwirtschaft sondern strenge(?) Auflagen die besagen, das bei jedem Bau eines Gebäudes ein gewisser Prozentsatz des Geldes in zeitgenössische Kunst fließen sollen. Insofern ist das Zwangskunst und nicht unbedingt gewollte aber von irgendwas müssen die Künstler ja auch leben… so wurde mir das zumindest erklärt.

    @huhn
    Kein Springbrunnen, nur dieses Wasserloch indem ab und zu kleine Kinder reinfallen oder Hunde drin baden.

  6. #6 von Nuhrfan am 18. Juli 2007 - 16:34

    Vielleicht folgende Alternative: Es kann ja sein, dass die Behörde einen
    sucht, der weiss, was es ist und wartet nun seit „Richtfest“ auf
    DIE geniale Person. Leider ist diese bis dato noch nicht erschienen.
    Schick doch mal was ein, vielleicht gewinnst Du ja was….

  7. #7 von Posti am 17. März 2011 - 7:21

    „Basaltlava. Sieben 630 cm hohe Stelen (mathematisch: Prismen verschiedenen Querschnitts) stehen auf dem Grundriss eines Quadrats, als wären sie durch vier senkrechte Schnitte aus einem großen Basaltquader herausgelöst worden. So wie die Außenwände des imaginären Quaders parallel zu den Fugen zwischen den schwarzen Bodenplatten verlaufen, so verlaufen die imaginären senkrechten Schnitte parallel zu den Seiten desjenigen Quadrats, das die Bodenplatten um den Quader herum bilden (am besten auf dem Satellitenbild zu erkennen). Standort: Barbarastr. / Amsterdamer Str., Köln-Riehl“ – zitiert aus http://www.welt-der-form.net/Koeln/Heerich-1979-Lichtdurchlaessige_Buendelsaeule-01.html

(wird nicht veröffentlicht)