‘Out of the Blue’ Category Archives

1
Jan

New sheets of paper

by der Kaiser in Fürs Notizbuch, Gedankensalat, Out of the Blue

Ein letzter kurzer Blick zurück zu dem was hinter mir liegt. Zurück auf all die Höhen, all die Tiefen, all die unvergesslichen geliebten und gehassten Momente, all den Menschen die kamen, mich verließen und weiterhin bei mir sind. Zurück auf all das was mein Leben in diesem Abschnitt beeinflusst und ausgemacht hat.

Dann trete ich einen Schritt nach vorne, hinaus in die kalte Luft. Ich atme tief ein was mir entgegen schlägt und das Herz schlägt mit. Hinter mir höre ich wie die Bässe immer massiger, wuchtiger und treibender werden und denke mir, dass manches sich zum Glück nie ändern wird.

Hinter mir fällt mit einem leisen Klicken die Tür ins Schloss und ich weis das ich nachher den Weg durch den Haupteingang gehen muss um wieder zur Party zu stoßen, doch das ist nicht schlimm. Ich drehe mich nicht mehr um, es ist nicht mehr notwendig zurück zublicken. Stattdessen sehe ich hinauf in den Himmel, dem Schnee entgegen. Leise und sanft beginnt der Himmel die Welt wie ein Neugeborenes in eine weiche Decke aus Schnee einzudecken. Die grauen Strassen werden neu geboren. Alles ist weiß und kalt um mich herum.

Für einen Moment würde ich gerne wieder zurück, dahin wo es warm und sicher war. Dahin wo ich wusste wie die Dinge aussahen. Aber nun stehe ich hier draußen und auch ich werde neu in diese Welt geboren. Einer Welt, in der alles bekannte verschwunden ist und begraben unter einer Schicht von Schnee liegt. Es erscheint mir als eine magische Welt, voller Möglichkeiten, voller Geheimnisse und unentdeckter Schönheit, ein großes weißes Blatt Papier auf dem man ausgiebig malen kann.
Innerlich nehme ich meinen Stift in die Hand, dann setze ich den ersten Schritt in das neue Jahr. Es gibt viel zu entdecken und zu malen… packen wir es an!

1
Sep

Aufbruchstimmung

by der Kaiser in Fürs Notizbuch, Gedankensalat, Out of the Blue, Unterwegs

Nur noch wenige Tage dann geht es los: ein kleines Abenteuer steht an. Es geht raus in die weite Welt, um zu lernen in fremde Zungen zu sprechen, dahin wo die Sonne scheint, wo der Himmel in feinsten Blau leuchtet, wo es meine Wahl ist ob Menschen um mich rum sind oder nicht, wo das Meer für mich da sein wird und wo ich eigene Grenzen neu definieren werde. Dort werde ich sicherlich mich ein wenig gehen, Fünf gerade sein lassen, ein wenig nachdenken, philosophieren und die Ergebnisse in Worten kleiden. Das Herz beginnt freudig beim Gedanken daran zu schlagen, der Kopf grämt sich ein wenig aber wenn ein Herz schägt, dann lebt es auch – da kann der Kopf nicht viel dagegen machen, denn Leben ist essentiell.

Wer möchte ein Teil dessen sein und eine Postkarte bekommen?

Wenn ja dann eine kurze Mail mit der Adresse an yumachi[eddi van halen]gmail.com

19
Apr

Nur wer die Sehnsucht kennt…

by der Kaiser in Fürs Notizbuch, Gedankensalat, Out of the Blue

Nur wer die Sehnsucht kennt,
Weiß, was ich leide!
Allein und abgetrennt
Von aller Freude,
Seh ich ans Firmament
Nach jener Seite.
Ach, der mich liebt und kennt,
Ist in der Weite.
Es schwindelt mir, es brennt
Mein Eingeweide.
Nur wer die Sehnsucht kennt,
Weiß, was ich leide!

J. W. von Goethe

23
Dez

one step closer

by der Kaiser in Gedankensalat, Out of the Blue

Es ist nicht das Wetter, nicht der mürrische Blick in den Gesichtern der Menschen auf der Straße, nicht die schlechten Nachrichten in den Zeitungen, die Angst vor der ach so schlimmen Zukunft, Stimmen aus der eigenen Vergangenheit oder das Leben an sich, die einem das Herz schwer machen können als viel mehr die eigene Einstellung zu sich selbst und den Dingen die einem ausmachen…

In den Momenten in denen mir das eigene Herz schmerzlich schwer wird, weiß man, dass man auf der einen noch viel mit sich selbst zu tun hat und auf der anderen, dass man immer noch lebt… gut so!

19
Okt

was dir gefällt darfst Du lieben

by der Kaiser in Fürs Notizbuch, Gedankensalat, Out of the Blue

Herz, mein Herz, sei nicht beklommen,
Und ertrage dein Geschick,
Neuer Frühling gibt zurück,
Was der Winter dir genommen.

Und wie viel ist dir geblieben!
Und wie schön ist noch die Welt!
Und, mein Herz, was dir gefällt,
Alles, alles darfst du lieben!

H. Heine

17
Okt

Oder anders

by der Kaiser in Gedankensalat, Out of the Blue

Falls sich jemand hier fragen sollte warum ich so wenig zurzeit von mir gebe, dann liegt das nicht daran, das es nichts zu berichten gibt als viel mehr das es mir zurzeit nicht gelingt dieses in eine passende Form für dieses Blog hier zu gießen

Oder anders:

Gedanken flattern um meinen Kopf herum wie kleine Schmetterlinge doch wie sie herausstellt kann ich mit meinem Netz momentan nicht gescheit umgehen. Die kleinen Mistviecher weichen mir immer wieder aus, laden auf meiner Nase, stupsen mich mit ihren Fühlern an und flattern dann wieder mehr herum.

Oder anders:

Sehen ist mit geschlossenen Augen nicht möglich…

20
Aug

Kopfweh

by der Kaiser in Gedankensalat, Out of the Blue

plagt mich… Kein Wunder: Hier wird das Dach erneuert: Teerpappe, Klebstoff, Dämmungsmittel, Teerpappe und Feuer… immer das selbe Spiel spielt sich hier vor meinem Bürofenster ab und das stinkt ziemlich! Ich wünsche mir Regen, dann hat das ein Ende!

***Update***

Folgende Fragen stelle ich mir:

  • Können die Teerpappenverleger eigentlich noch ohne diese Klebstoffe und stinkende Teerpappe überleben oder sind die bereits abhängig davon?
  • Sollte ich mir Sorgen machen, wenn der Qualm vom Anbrennen der Teerpappe beginnt ins Büro zu ziehen?
7
Aug

Pen²

by der Kaiser in Gedankensalat, Konsumentales, Out of the Blue

Eigentlich habe ich so etwas schon seit Jahren, genauer gesagt seit Schulzeiten, nicht mehr in der Hand gehabt. Meine waren nie etwas besonders wenn man mal außer acht lässt das sie nie viel gekostet und entsprechend schlecht in Handhabung und Ausführung waren. Danach gab es nur noch andere die an seine Stelle traten und die zwar besser funktionierten, mir aber keinen Spaß bei der Verwendung machten…
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24
Jun

Summer countdown

by der Kaiser in Gedankensalat, Out of the Blue

Momentan ertappe ich mich immer wieder dabei wie ich immer wieder hinaus aus dem Fenster in den blauen Himmel starre, leise vor mich herseufze und die Tage bis zum Beginn der Ferien zähle. Ein Verhalten, das ich schon seit Schulzeiten betreibe und bisher nicht ganz ablösen konnte. Allerdings fällt mir heute dann auch immer ein das ich ja gar keine Schule mehr habe, somit keine 6 Wochen Sommerferien habe, nicht auschlafen, nachts die Sterne betrachten und lange wach bleiben kann. Statt dessen werde ich auch weiterhin hier im Büro sitzen und meine Arbeit weiter verrichten.

Trotzdem zähle ich jedes Jahr erneut die Tage bis zum Beginn der Ferien denn auch die arbeitende Bevölkerung hat etwas von Ferienbeginn: Leere Bahnen, freie Strassen…Sommerferien sind was feines!

18
Feb

Pannekooke met Stroop

by der Kaiser in Fürs Notizbuch, Out of the Blue

Im Wechsel des Lichtes, an der Kreuzung zu meiner Wohnung, empfing mein Bauch ein mir zuerst unbekanntes Gefühl. Es verwirrte mich, ich versuchte der Verwirrung durch Konzentration zu entkommen und gab mich ganz für einen Moment meiner Wahrnehmung hin.
Hinter mir, in einer scheinbar greifbaren Höhe strahlte der helle Mond aus seinem Blau zu mir herunter während vor mir die Sonne einen letzten Beweis ihrer Existenz hinter den Dächern der Häuser vollführte. Wenn es kalt ist, wechselt die Zeit besonders geschmeidig, dachte ich. Die Luft fühlte sich kalt und schwer an und sie hinterließ einen feuchten Geschmack in meinem Mund. Ich fragte mich ob das die Vorzeichen von aufkommenden Nebel seien als ihr Bild in mein Bewusstsein hinauf waberte.

In den Tagen unserer zweiten Kindheit, hatten wir viele Träume ersponnen und mit den Farben unserer Fantasie ausgemalt. Eines Tages, so beschlossen wir, würden wir ein Museum für Stofftiere erbauen. Dort könnten alle Menschen zusammen kommen und mit ihnen spielen, sich an ihnen erfreuen und mit ihnen kuscheln. Hier würden sie alle ein Zuhause finden und für alle da sein. Dazu würde es einen Stand mit Pfannkuchen und Sirup geben – ein Gericht das wir beide liebten. Und Abends, wenn keiner mehr in unserem Museum war, würden wir uns, mit allen Stofftieren, in ein großes Bett kuscheln und mit dem Gedanken das keine Macht der Welt uns was anhaben könnte, einschlafen…

Ob sie heute noch daran denkt, kann ich nicht sagen. Als das Ende unserer gemeinsamen Kindheit kam, verloren wir uns aus den Augen. Ich würde gerne wissen ob sie noch genauso daran denkt wie ich, denn die Träume einer Kindheit können im Alter immer noch so verbindend und erwärmend sein, wie sie es als Kinder schon waren und wer mag das schon ablehnen wollen?