{"id":157,"date":"2006-10-29T22:05:35","date_gmt":"2006-10-29T20:05:35","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.yumachi.de\/?p=81"},"modified":"2006-10-29T22:05:35","modified_gmt":"2006-10-29T20:05:35","slug":"die-schwule-haltung-von-konzertgitarren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.yumachi.de\/?p=157","title":{"rendered":"Die schwule Haltung von Konzertgitarren!"},"content":{"rendered":"<p>Man kann seinen Job bereits mehrere Jahre ausf\u00fchren, so vieles wissen und doch in einem kurzen Moment eine ganz neue Erkenntnis gewinnen. Hinzu kommt das sich die Antwort zu manchen Fragen sich einem erst nach einiger Zeit erschlie\u00dfen, selbst wenn sie im Nachhinein so offensichtlich waren.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Mit einem schmunzelnden L\u00e4cheln quittierte Markus diese Erkenntnis die er in der vergangenen Woche machen durfte. Zurzeit verbringen wir Zeit damit mir das Bassspielen mit dem Plektrum n\u00e4her zu bringen. Der Song daf\u00fcr: \u201eUnder Pressure\u201c von Queen. Wer das St\u00fcck kennt und selber Musik macht, wei\u00df das es an sich nicht all zu schwer ist. Mir allerdings f\u00e4llt es gar nicht leicht nach den Monaten der Finger nun ein Plektrum in die Hand zu nehmen. Es f\u00fchlt sich komisch, ungewohnt und auch irgendwo falsch an. Doch tun das nicht alle Dinge die uns aus Gewohnheiten rei\u00dfen?<\/p>\n<p>Also sa\u00df ich da und versuchte das Plektrum halbwegs vern\u00fcnftig \u00fcber die Saiten zu schlagen. Klappte nicht wirklich gut da meine Finger mich immer wieder in irgendeiner Weise behinderten. Markus sah mir zu, gab kurze Anweisungen wo ich am besten meine Hand positionierte um dann doch wieder den Kopf zu sch\u00fctteln. Nein, so befand er, so ginge das nicht. Meine ganze Haltung erschien ihm st\u00f6rend und verkrampft. So empfahl er mir statt den Bass auf dem rechten Knie auf das linke Knie aufsetzen zu lassen. Das sei zwar dann die klassische, schwule Konzertgitarrenhaltung aber warum nicht mal sehen ob das besser sei. Ich deponierte den Bass auf mein linkes Knie mit dem Ergebnis, das der Korpus des Basses nun tiefer und der Hals nun h\u00f6her lag als zuvor. Etwas ungewohnt wie ich befand, aber ich konnte nun die Saiten besser anschlagen als zuvor.<\/p>\n<p>\u201eSteh mal auf!\u201c befahl Markus in ruhigen Ton und ich tat wie mir gehei\u00dfen.<br \/>\n\u201eUnd nun setzt dich noch mal.\u201c und ich setzte mich.<br \/>\n\u201eFaszinierend!\u201c befand Markus.<\/p>\n<p>Das ganze Spielchen wiederholten wir noch zwei- dreimal und dann beantwortete mir Markus die Frage was so faszinierend sei. Es sei die Position des Basses. Er stand auf um es mir zu demonstrieren. Wenn man so steht, begann er, befindet sich der Bass genau zwischen den Beinen und w\u00fcrde man sich setzten (und er setzte sich wieder) dann w\u00fcrde der Bass automatisch auf dem linken Knie sich positionieren (was er auch tat). Lag der Bass auf dem rechten Knie, so verdrehte man automatisch den Oberk\u00f6rper zum Instrument hin.<br \/>\nAbwechselnd und leicht berauscht von einer solchen Erkenntnis erhoben und setzten wir uns wobei und allerlei Best\u00e4tigungen dazu entfuhren. Von au\u00dfen muss das Ganze reichlich bizarr ausgesehen haben. Die T\u00fcren zu den Musikr\u00e4umen sind n\u00e4mlich verglast und somit hatten wir nach k\u00fcrzester Zeit ein paar verwirrt schauende Menschen aller Alterstufen durch die T\u00fcr sehen.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu mir bemerkte Markus die Blicke nicht und nachdem wir uns wieder gesetzt hatte sagte er, dass er nun die Antwort auf eine Frage habe die er schon w\u00e4hrend seiner ganzen Zeit gefragt hatte: Wie kann man so zu Hause proben, das es keinen Unterschied macht ob man sitzt oder steht. Und er k\u00fcndigte an sich beizeiten einen Barhocker f\u00fcr zu Hause zuzulegen, dann k\u00f6nne man sitzen und trotzdem das Instrument so halten wie man es auf der B\u00fchne h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Ich werde mir zwar keinen Barhocker kaufen, mich daf\u00fcr mehr auf die schwule Haltung von Konzertgitarren konzentrieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man kann seinen Job bereits mehrere Jahre ausf\u00fchren, so vieles wissen und doch in einem kurzen Moment eine ganz neue Erkenntnis gewinnen. 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