{"id":566,"date":"2009-08-19T21:04:29","date_gmt":"2009-08-19T20:04:29","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.yumachi.de\/?p=566"},"modified":"2009-08-19T21:04:29","modified_gmt":"2009-08-19T20:04:29","slug":"eine-sonntag-im-sommer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.yumachi.de\/?p=566","title":{"rendered":"Ein Sonntag im Sommer"},"content":{"rendered":"<p>Grillen zirpen rhythmisch durch das Fenster in mein Schlafzimmer. Gedankenverloren starre ich in die schwach von au\u00dfen erleuchtete Dunkelheit. Heute war ein sch\u00f6ner Tag, voller Sonnenschein, mit einem vollem blauen Himmel, einem warmen Gef\u00fchl auf dem Gesicht und voller kleiner Momente die einen Tag, ein Leben abrunden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Geweckt von den ersten Strahlen des Tages, war ich bereits fr\u00fch unterwegs um so viel wie m\u00f6glich von diesem einen Tag mitzunehmen.<br \/>\nAm Bahnhof kaufte ich mir Kaffee und ein kleines Fr\u00fchst\u00fcck, \u00fcberquerte dann den Rhein um an einer zur\u00fcckgezogenen Stelle mit ihm in Stille zu fr\u00fchst\u00fccken. Weder Vater Rhein noch ich musste uns irgendetwas erz\u00e4hlen, wir verstanden uns blind. Er las meine Gedanken und trieb sie weit fort, denn Gedanken waren heute fehl am Platze.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAn diesem Tag war ich viel und lange unterwegs. Ich lies Steine \u00fcber das Wasser tanzen, tankte mich, einer Katze gleich, mit Sonne voll, schlenderte \u00fcber einen Markt, begutachtete die angebotenen Waren, tauchte meine Hand heimlich in einen Sack voller Korn, erfreute mich an jedem Fitzelchen Mensch und Natur, besuchte ein Stra\u00dfenfest und sah mir am Ende auf der Kante eines Bahnsteiges die letzten Minuten des Tages an. Die Sonne lies zum Abschluss den Himmel noch einmal auflodern bevor die Sterne zum Vorschein traten.<\/p>\n<p>In eben jener Dunkelheit, mit dem Gef\u00fchl ein Entdeckter fremder Welten zu sein und begleitet von dem Gesang der Grillen, betrat ich meine Wohnung. Ich vermied es Licht anzumachen, machte mich im Dunkeln bettfertig, ich wollte nicht nicht in \u201emeine\u201c alte Welt zur\u00fcckkehren. Nicht jetzt, nicht heute.<\/p>\n<p>Entgegen meiner \u00fcblichen Routine lies ich mein Hemd, das ich den ganzen Tage bereits getragen hatte an. In meinem Bett liege ich eingekuschelt und zusammengerollt. Nichts, das sp\u00fcre ich, wird mir jetzt noch gef\u00e4hrlich. Alles f\u00fchlt sich gut an, alles ist gut.<br \/>\nIch schlie\u00dfe die Augen und atme ruhig den Duft des von Sonne getr\u00e4nkten Hemdes ein. Ein warmer, angenehm leichter und sonniger Duft. Eine Mischung aus den Dingen die diesen Tag so wunderbar und so besonders gemacht haben.<\/p>\n<p>Und w\u00e4hrend sich eine angenehme Schwere in meinem K\u00f6rper ausbreitet, bemerke ich, dass bei aller Sch\u00f6nheit, dem Tag etwas gefehlt hat. Meinem Hemd fehlt ein entscheidender Duft&#8230; es ist Dein Duft, der Duft des Menschen ganz f\u00fcr mich alleine. Wie gerne h\u00e4tte ich diesen Tag mit Dir geteilt.<\/p>\n<p>Ich \u00f6ffne ein Auge und schaue auf die verlassene Bettseite. Sie fehlt, nun schon eine ganze Weile. Vielleicht tut sie das aber auch schon mein ganzes Leben. Habe ich sie noch nicht getroffen oder ist sie mir bereits durch die Finger geglitten? Ich wei\u00df es nicht. Mein Herz gibt einen kurzen Seufzer von sich. Mein Auge schlie\u00dft sich wieder w\u00e4hrend ich mit dem Gedanken in den Schlaf falle eines Tages wieder vollst\u00e4ndig zu sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grillen zirpen rhythmisch durch das Fenster in mein Schlafzimmer. Gedankenverloren starre ich in die schwach von au\u00dfen erleuchtete Dunkelheit. Heute war ein sch\u00f6ner Tag, voller Sonnenschein, mit einem vollem blauen Himmel, einem warmen Gef\u00fchl auf dem Gesicht und voller kleiner Momente die einen Tag, ein Leben abrunden k\u00f6nnen. 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