{"id":9,"date":"2006-01-31T00:15:05","date_gmt":"2006-01-30T23:15:05","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.yumachi.de\/?p=5"},"modified":"2006-01-31T00:15:05","modified_gmt":"2006-01-30T23:15:05","slug":"namibia-und-kapstadt-2005-tag-1-frankfurt-windhoek-swakopmund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.yumachi.de\/?p=9","title":{"rendered":"Namibia und Kapstadt 2005 &#8211; Tag 1: Frankfurt -> Windhoek -> Swakopmund"},"content":{"rendered":"<p>Die Tour nach Namibia und Kapstadt und S\u00fcd Afrika dauerte von 6-17 Dezember. Hier ein paar meiner Eindr\u00fccke, Erlebnisse und Gedanken zum nachlesen. \ud83d\ude42<br \/>\n<!--more--><br \/>\nOrte an denen einem seltsame Leute begegnen scheinen nicht unbedingt rar zu sein. Zumindest ist ein Flughafen ein guter Ort um Zeuge f\u00fcr seltsame Gespr\u00e4che zu werden. Als ich in der Schlange zum Einchecken stand befand sich vor mir ein P\u00e4rchen die folgende Szene zum Besten gaben:<\/p>\n<p>-*-<\/p>\n<p>Mann (schaut auf die Anzeigetafel): &#8222;Das ist ja niedlich &#8211; die fliegen ja von Frankfurt nach Hof in Plauen.&#8220;<\/p>\n<p>Frau: &#8222;Ja! Und auch nach K\u00f6ln, das ist ja alles nicht so weit weg.&#8220;<\/p>\n<p>M (zieht sich seine Jacke aus): &#8222;Hier ist es aber warm&#8230;legst Du die mal in den Koffer?&#8220;<br \/>\nDie Frau \u00f6ffnet den Koffer und verstaut dir Jacke.<\/p>\n<p>M: &#8222;Hey! Die fliegen ja sogar mehrmals nach Hof in Plauen, das ist ja lustig.&#8220;<\/p>\n<p>F: &#8222;Ja! Und auch mehrfach nach K\u00f6ln&#8220;<\/p>\n<p>M: &#8222;Ist ja alles nicht so weit weg.&#8220;<\/p>\n<p>F: &#8222;Ja!&#8230; Hast Du die Flugtickets?&#8220;<\/p>\n<p>M: &#8222;Die sind in meiner Jacke&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>F: &#8222;In deiner Jackentaschen?&#8220;<\/p>\n<p>M: &#8222;Ja, genau da; die werden wir jetzt ja nicht mehr brauchen. Wir sind ja jetzt am Flughafen.&#8220;<\/p>\n<p>F: &#8222;Ja!&#8220;<\/p>\n<p>M (zeigt auf die Anzeigentafel): &#8222;Da!!! Noch einer der nach Hof in Plauen fliegt.&#8220;<\/p>\n<p>F: &#8222;Das ist ja drollig&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>-*-<\/p>\n<p>Ich habe keine Ahnung wie das P\u00e4rchen mit den sich im Koffer befindlichen Tickets eingecheckt hat, geschweige denn was so spannend an Fl\u00fcgen nach Hof in Plauen oder nach K\u00f6ln. Klar ist alles nicht sonderlich weit weg, aber ist das so aufregend???<\/p>\n<p>Der Flug jedenfalls begann richtig gut: Das Flugzeug in die Namibische Hauptstadt Windhoek war kaum besetzt und so kam ich in den Genuss den gut 10 st\u00fcndigen Flug durch die Nacht auf einer ganzen Viererreihe liegend zu verbringen. Das war aber soweit auch alles. Ich bin kein Freund von Flugzeug essen und habe mich soweit damit arrangiert doch das Essen auf dem Flug war echt grausig. Nicht nur das meine H\u00e4hnchenbrust genauso aus Plastik h\u00e4tte sein k\u00f6nnen, das was man mir als &#8222;Wein&#8220; andrehte hatte eher was mit gef\u00e4rbter Saubr\u00fche als mit Wein zu tun. Der Geschmack pendelte irgendwo zwischen Frostschutzmittel und Badreiniger was mich veranlasste den Steward zu beknien den frisch ausgeschenkten Wein wieder mitzunehmen und ihn seinerseits dazu veranlasste den restlichen Wein aus dem Becher \u00fcber mein Schlafkissen zu kippen. Nat\u00fcrlich nicht extra, aber wirkliches Bedauern sieht anders aus&#8230;<\/p>\n<p>Getoppt wurde das Ganze allerdings vom Fr\u00fchst\u00fcck:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"*w\u00fcrg*\" title=\"*w\u00fcrg*\" src=\"https:\/\/blog.yumachi.de\/grfx\/namibia_capetown\/day0102.jpg\" \/><\/p>\n<p>Die nahrhafte Mischung aus labbrigen K\u00e4se, blasser Wurst und diesem niedlichen rohen W\u00fcrstchen das ziemlich nach Sand schmeckte, gaben dem Morgen bereits eine eigene, kaum bei sich zu haltende Note. Aber wenn man m\u00fcde ist, so habe ich festgestellt kommt der Geschmack immer erst zwei Bissen sp\u00e4ter also dann wenn es eh zu sp\u00e4t ist.<\/p>\n<p>In Namibia angekommen, ging es flugs durch den Zoll. Probleme hatten die Leute lediglich beim Ausf\u00fcllen des Visums: Man bedenke, das man bei einer Rundreise nie 2x am selben Ort ist. Dumm nat\u00fcrlich, wenn das Visum einen dauerhaften Aufenthaltsort wissen m\u00f6chte. Also begann so ziemlich jeder mit den Beamten vor Ort eine kleine Diskussionsrunde in der das Problem er\u00f6rtert wurde. Sch\u00f6n ist es aber dann zusehen dass das Prinzip von Antragsteller und Antragbewilliger anscheinend \u00fcberall gleich auf der Welt ist. Die Antragsteller versuchen keine Fehler beim &#8222;Antrag stellen&#8220; zu machen und die Antragbewilliger die dem entsprechenden Informationen zu bekommen. Irgendwann einigte man sich darauf, dass es reicht einfach eine Adresse einzutragen und die Leute weiterziehen zu lassen. Sollten sie hier bleiben, dann h\u00e4tten sie wenigstens Geld dabei \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Danach wurden wir von dem Reisef\u00fchrer bzw. Fahrer in Empfang genommen, zum Geldtauschen geschickt und anschlie\u00dfend in diesen netten Bus verfrachtet:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Der Killerbus!!!\" title=\"Der Killerbus!!!\" src=\"https:\/\/blog.yumachi.de\/grfx\/namibia_capetown\/day0103.jpg\" \/><\/p>\n<p>Der Fahrer, der auf den netten Namen Harald h\u00f6rte, war in Namibia aufgewachsen, sprach aber flie\u00dfend Deutsch und begr\u00fc\u00dfte dann alle Leute im Bus mit: &#8222;Willkommen in Namibia! Ich sage es ihnen gleich: Sie haben sich hiermit was angetan &#8211; sie haben eine Mamuttour gebucht. Wenn ich ihnen was zeigen soll von Namibia, dann brauche ich Zeit!&#8220; Hier st\u00fctzte er sich theatralisch an die Gep\u00e4ckablage im Bus &#8222;Und Zeit ist das was wir nicht haben&#8230;wir haben uns hier bereits viel zu lange aufgehalten&#8220; und sah uns dabei an als w\u00e4re das <em>unsere<\/em> Schuld. Das Harald so was wie der Michael Schuhmacher des Busfahrens ist, war uns zu dem Punkt noch nicht bewusst. Er holte alles aus seinem Bus heraus und fuhr stets in Socken&#8230;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Harald! - Fahrer, F\u00fchrer, Flucher\" title=\"Harald! - Fahrer, F\u00fchrer, Flucher\" src=\"https:\/\/blog.yumachi.de\/grfx\/namibia_capetown\/day0104.jpg\" \/><\/p>\n<p>Zu Haralds Person l\u00e4sst sicht nicht viel Pers\u00f6nliches als mehr verhaltenstechnisches berichten:<\/p>\n<p>Harald ist jemand der sehr direkt und zynisch ist, sei es in seiner Meinung \u00fcber sein Land und Leute oder seinem Arbeitgeber. W\u00e4hrend der ganzen Fahrt erl\u00e4uterte er uns lang und breit warum diese Tour eine Tortour ist. Gr\u00fcnde waren daf\u00fcr die fehlende Kenntnis vor Ort und Mangel an Erfahrung was das Planen von Touren angeht. Gerne erz\u00e4hlte er auch von seinen Erlebnissen in der Schule, den englischen und den deutschen Nazilehrern nach dem Krieg, den Waldorflehrern die in seinen Augen alle nur verweichliche Schw\u00e4chlinge waren. Politisch aktiv war er allerdings nur mit seiner Meinung und obwohl er es nie ausgesprochen hatte, so kamen es mir doch so vor als w\u00fcrde er gerne wieder in alten Zeiten leben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Der Pr\u00e4sidentenplast\" alt=\"Der Pr\u00e4sidentenplast\" src=\"https:\/\/blog.yumachi.de\/grfx\/namibia_capetown\/day0105.jpg\" \/><\/p>\n<p>Auch das obige Geb\u00e4ude war ihm ein Dorn im Auge: Der neue Pr\u00e4sidentenpalast. Harald regte sich dar\u00fcber auf, dass dieses Geb\u00e4ude zum einem viel zu protzig, h\u00e4sslich und zu teuer sei und das keine namibische Firma an dem Geb\u00e4ude arbeitete, sondern nur die Chinesen. Die &#8222;gelbe Gefahr&#8220; hatte sich mit gro\u00dfz\u00fcgigen Geldgeschenken im Land eingekauft und versuchte nun entsprechende Ressourcen wie Bodensch\u00e4tze zu sichern. &#8222;Das die Einheimischen nicht selber die Auftr\u00e4ge bekommen ist N\u00e4hrboden f\u00fcr den Kommunismus&#8230;&#8220; erkl\u00e4rte er, &#8222;aber da brauchen wir uns keinen Gedanken drum zu machen. Wenn es mal soweit ist, sind die Chinesen hier eh schon an der Macht.&#8220;<\/p>\n<p>Er hatte ein Auge f\u00fcr die Umgebung, sondierte s\u00e4mtliche Tiere, Pflanzen und Sehensw\u00fcrdigkeiten auf 12 km Entfernung und wusste zu allem nette Geschichten zu erz\u00e4hlen. Sei es von dem Flussbett X wo er einen Bus zu Klump gefahren hatte oder aber zu den zwei gr\u00f6\u00dferen H\u00fcgeln in der Landschaft die bei den Buschm\u00e4nnern der Busenberg genannt wurden.<br \/>\nZu sagen, dass das Fluchen seine zweite Natur w\u00e4re, ist sicherlich \u00fcbertrieben aber er fluchte gerne und ausgiebig hinterm Steuer. Tiere die sich auf die Fahrbahn verirrt hatten wurden schon aus der Ferne mit einem Konzert aus Hupen und Fluchen (&#8222;Bl\u00f6des Viehzeuch!!!&#8220;) weggescheucht. Aber nicht nur \u00fcber Tiere, nein, auch \u00fcber Autofahrer fluchte Harald sehr ausgiebig. Meist verwendete er ein Schimpfwort das wie &#8222;Fakerl&#8220; klang. Keine konnte sich so richtig eine Reim um dessen Bedeutung machen und so machten schon bald erste wilde Theorien die Runde. Sei es ein lokales obsz\u00f6nes Wort, eine Eigenkration oder aber ein geheimer Code. Gegen Ende der Fahrt fragten wir nach und die L\u00f6sung war sehr ern\u00fcchternd: Es hie\u00df einfach &#8222;FAHR KERL&#8220;<\/p>\n<p>Auch das Bed\u00fcrfnis seiner Fahrg\u00e4ste wusste Harald zu kommentieren. Da es in Namibia eher selten kalt ist und die ganze Zeit die Sonne einem aufs Dach brennt war das Betreiben der Klimaanlage ein Muss. Da selbige aber bei jedem Abschalten des Motors aus Batterieschonenden Gr\u00fcnden sich ebenfalls abschaltete, musste Harald sie wieder anwerfen. Doch was so ein richtiger Einheimischer ist, der braucht keine Klimaanlage und so vergass er es immer wieder sie anzumachen bis ihn einige Leute darauf hinwiesen. Irgendwann wurde es Harald zu viel und er brummte w\u00e4hrend der Fahrt in das Mikrofon zu seinen Passgieren: &#8222;Klimaanlagen! Bah! Nutzloses Zeug. Wenn man so ein Dingen hat, hat man nichts als \u00c4rger. L\u00e4uft es nicht beschweren sich alle, wenn man keine hat dann fragt erst gar keiner danach&#8230;!&#8220; Hier g\u00f6nnte er sich eine Kunstpause &#8222;und Rommel hatte fr\u00fcher auch keine Klimaanlage!&#8220;<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zur Tour. Auf dem Weg nach Swakopmund fragte Harald ob wir lieber Teerstrasse oder Landschaft fahren wollten. Der Unterschied war einfach: Landstrasse war sch\u00f6n und Teerstrasse langweilig. Klar das sich alle f\u00fcr die Landstrasse entschieden. Das es dadurch l\u00e4nger dauern w\u00fcrde wusste keiner. Auch nicht, das wir durch die Berge \u00fcber nennen wir es relative schmale Strassen in einer relativ hohen Geschwindigkeit fahren mussten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Durch die Berge von Namibia\" title=\"Durch die Berge von Namibia\" src=\"https:\/\/blog.yumachi.de\/grfx\/namibia_capetown\/day0106.jpg\" \/><\/p>\n<p>Serpentinen wie diese im obigen Bild waren normal. Zum Gl\u00fcck kam uns kein Auto entgegen, das w\u00e4re lustig geworden. Aber ich denke Harald h\u00e4tte das Auto schon im Vorfeld von der Strasse gescheucht.<\/p>\n<p>Die Landschaft in Namibia mag f\u00fcr die meisten eher langweilig erscheinen, denn der Gro\u00dfteil der Landschaft sind eher karge Steppen mit wenig Gr\u00fcn aber daf\u00fcr viel mehr Sand und Gestein. Trotzdem gibt es hier und da einige Punkte die gerade wenn schon nicht durch Gr\u00fcn, dann durch ihre Einfachheit faszinieren zu wissen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Landschaft in Namibia\" alt=\"Landschaft in Namibia\" src=\"https:\/\/blog.yumachi.de\/grfx\/namibia_capetown\/day0107.jpg\" \/><\/p>\n<p>Was viele wohl weitaus mehr faszinieren wird, ist die Tiervielfalt die in Namibia herrscht. Zwar finden sich das meiste Getier eher in den Reservaten als auf der freien Wildbahn, aber es kommt schon mal vor das man hier und da eine Pawianfamilie zu Gesicht bekommt, Wildschweine quieckend vor dem Bus davon sprengen oder Springb\u00f6cke den Sprung nach Vorne wagen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Vogelnest auf einen Baum\" alt=\"Vogelnest auf einen Baum\" src=\"https:\/\/blog.yumachi.de\/grfx\/namibia_capetown\/day0108.jpg\" \/><\/p>\n<p>Zwar ist auf diesem Bild kein Tier zu sehen, aber zumindest sein Zuhause: Dieses Prachtst\u00fcck von einer Mehrfamilienwohnung besteht \u00fcberwiegend aus getrockneten Gr\u00e4sern und Zweigen. Das Nest beherbergt gut zwanzig Vogelparteien die laufend ein- und ausfliegen (Nur nicht wenn man mal knipsen will). Die Warmmiete d\u00fcrfte nicht hoch sein, eher die Kaltmiete &#8211; denn warm ist es da ja immer. (Hua Hua! Was f\u00fcr ein Kalauer). Und Nebenkosten gibt es auch keine&#8230; (ok ok, ich h\u00f6re ja auf).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Was mag sich hinter diesem Verschlag verstecken?\" alt=\"Was mag sich hinter diesem Verschlag verstecken?\" src=\"https:\/\/blog.yumachi.de\/grfx\/namibia_capetown\/day0109.jpg\" \/><\/p>\n<p>Wenn man so durch W\u00fcsten und Steppen braust und nie wirklich einen Ort zu Gesicht bekommt, dann fragt man sich zu Recht was man macht wenn es mal in der Leistengegend zwickt und zwackt. Obwohl unser Bus eine Toilette besa\u00df hatte Harald es &#8222;vergessen&#8220; uns mitzuteilen, so dass die meisten bis zum n\u00e4chsten M\u00f6glichkeit immer wie auf gl\u00fchenden Kohlen sa\u00dfen. Aber wenn man, wie Harald, seinen Job nun seit \u00fcber 17 Jahren vollzieht dann lernt man den einen oder anderen Geheimtipp kennen. Als wir uns am ersten Tag am sp\u00e4ten Nachmittag auf einer staubigen Pistenstrasse durch die W\u00fcste befanden und einige Reisende ein dringendes Bed\u00fcrfnis hatten, fuhr Harald schnurstracks zu einem kleinen Rastplatz. Rastplatz ist vielleicht zu viel gesagt, denn au\u00dfer einem Holzverschlag (siehe oberes Foto), zwei kleinen Steintischen und einem einsamen Grill (!) gab es wirklich nichts. Und was verbarg der Holzverschlag?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Die Bollerbox!\" alt=\"Die Bollerbox!\" src=\"https:\/\/blog.yumachi.de\/grfx\/namibia_capetown\/day0110.jpg\" \/><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich die begehrte Toilette. Ich denke bei einer Toilette die irgendwo in der W\u00fcste steht, kann man au\u00dfer einem Plumpsklo nun wirklich viel verlangen. Von daher schmunzelte ich nur \u00fcber die Aussagen einiger Mitreisenden die sich \u00fcber den Mangel an Hygiene beschwerten: &#8222;Kein flie\u00dfendes Wasser? Ja, wo sind wir denn hier?&#8220;<\/p>\n<p>Das die W\u00fcste lebt, daran besteht kein Zweifel. Wie das folgende Bild zeigt ist dies eine Region in der so etwas wie Wasser purer Luxus ist&#8230;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Die W\u00fcste von Namibia\" alt=\"Die W\u00fcste von Namibia\" src=\"https:\/\/blog.yumachi.de\/grfx\/namibia_capetown\/day0111.jpg\" \/><\/p>\n<p>Dennoch, vielleicht ist es gerade diese Kargheit, die unglaubliche Ferne, die Stille und das Gef\u00fchl von Isolation das diesen Reiz an einer W\u00fcste ausmacht. Wenn man nicht aufpasst verliert man sich ganz in dieser simplen, auf den ersten Blick eher langweiligen Landschaft. Es ist schwer jemanden den Eindruck zu vermitteln, Worte sind hier nur schwierig zu finden und selbst wenn man angestrengt nachdenkt, so sind alle Worte in dem Moment entfallen sobald versucht wird sie in T\u00f6ne umzusetzen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Ein Springbocksch\u00e4del\" alt=\"Ein Springbocksch\u00e4del\" src=\"https:\/\/blog.yumachi.de\/grfx\/namibia_capetown\/day0112.jpg\" \/><\/p>\n<p>Dort wird man aber auch mit dem Tod konfrontiert und es best\u00e4tigt die Aussage, dass nichts f\u00fcr die Ewigkeit ist. Dies ist der Sch\u00e4delknochen eines Springbocks&#8230;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Eine 200 Jahre alte Pflanze\" alt=\"Eine 200 Jahre alte Pflanze\" src=\"https:\/\/blog.yumachi.de\/grfx\/namibia_capetown\/day0113.jpg\" \/><\/p>\n<p>Aber wie bereits gesagt: Die W\u00fcste lebt. Dieses Bild zeigt eine 200 Jahre Pflanze die in der W\u00fcste &#8222;lebt&#8220;. So vertrocknet wie sie auf dem Bild aussieht, so vertrocknet ist sie auch in Wirklichkeit. Ihre Bl\u00e4tter sind trocken, hart und v\u00f6llig zerfetzt. Schuld daran ist der unaufh\u00f6rlich wehende, scharfe W\u00fcstenwind. Der Name der Pflanze ist mir leider entfallen, er war irgendwas mit miese Blablabla. Wenn ihn jemand noch wei\u00df, dann trage ich das gerne nach. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>*edit*<br \/>\nNun Wei\u00df ich es! Der Name lautet:&#8220;Welwetschia&#8220; Vielen Dank an Katrin an der Stelle!<br \/>\n*edit*<\/p>\n<p>Nach diesem kurzen Stopp inmitten von Nirgendwo, ging es weiter in Richtung Swakopmund. Nach gut neuneinhalb Stunden Fahrt und 513 zur\u00fcckgelegten Kilometern kamen wir endlich beim Hotel an. Das Hotel selbst war eine ziemlich \u00dcberraschung: Das gebuchte Mitteklassehotel entpuppte sich als ein 4 Sterne Nobelhobelschuppen&#8230;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Ein Mittelklassehotel?\" title=\"Ein Mittelklassehotel?\" src=\"https:\/\/blog.yumachi.de\/grfx\/namibia_capetown\/day0114.jpg\" \/><\/p>\n<p>Das <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/resafrica.net\/swakopmund-hotel.de\/\">Swakopmund Hotel &#038; Entertainment Centre<\/a> war fr\u00fcher das Bahnhofsgeb\u00e4ude und wurde sp\u00e4ter zum Hotel umgebaut das es an nichts vermissen lies. Die 4 Sterne sind verdient, das Personal war wahnsinnig h\u00f6flich und zuvorkommend.<br \/>\nDer Pool selbst befindet sich im Innenhof des Hotels und ist wohl mit seinen 75cm Tiefe eher Zierde als ernsthaft was zu planschen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Die Empfangshalle\" title=\"Die Empfangshalle\" src=\"https:\/\/blog.yumachi.de\/grfx\/namibia_capetown\/day0115.jpg\" \/><\/p>\n<p>Die Empfangshalle war ziemlich gro\u00df &#8211; das Foto zeigt nur eine H\u00e4lfte davon \ud83d\ude09<br \/>\nAn der Rezeption arbeitete die Mitarbeiterin die mir sp\u00e4ter noch helfen w\u00fcrde, aber zu gleich mehr.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Mein Zimmer\" title=\"Mein Zimmer\" src=\"https:\/\/blog.yumachi.de\/grfx\/namibia_capetown\/day0116.jpg\" \/><\/p>\n<p>Hier ein Blick in mein Zimmer. Das Bett war gro\u00df genug f\u00fcr drei Leute und hinter dem Vorhang eine gro\u00dfe Terrasse mit Ausblick auf den Innenhof. Was man auf dem Foto nicht sieht, ist der gro\u00dfe Schrank und das gro\u00dfe Bad.<br \/>\nAn den Schrank werde ich mich sicherlich ewig erinnern, schlie\u00dflich fra\u00df er all meine Wertsachen. Ich dachte mir das es gut w\u00e4re all mein Hab und Gut im Safe zu deponieren. Also programmierte ich den Safe, legte meine Sachen hinein und machte ihn zu. Als ich ihn dann probeweise wieder aufmachen wollte, verweigerte er mir jeglichen Zugriff. Bevor hier jemand jetzt mutma\u00dft: JA, ICH HABE DEN RICHTIGEN CODE EINGEGEBEN!!! Zerknirscht ging ich zur Rezeption und berichtete denen von meinem Ungl\u00fcck. Pech f\u00fcr mich, der zust\u00e4ndige Manager war nicht mehr im Hause und w\u00fcrde erst morgen Mittag wieder da sein was ziemlich schlecht war, da wir am Morgen bereits wieder los wollten. Also rief die Mitarbeiterin den Manager und vereinbarte, dass er morgen fr\u00fch kommen w\u00fcrde&#8230;<\/p>\n<p>Mir blieb also nichts \u00fcbrig als bis auf den n\u00e4chsten Tag zu warten. Ich stillte meinen Hunger im Hotelrestaurant und ging dann zu Bett. An sich wollte ich ein wenig durch die Stadt schlendern, doch bei der schwachen Beleuchtung, Haralds Ermahnung das man nicht alleine durch Swakopmund gehen sollte sowie dem gerade voran gegangenen Ereignis versp\u00fcrte ich einfach keine Lust darauf.<\/p>\n<p>Was mich aber dann ver\u00e4rgerte war der Moment als ich den einzigen deutschen Sender auf der Hotelglotze anwarf und Dieter Bohlen mit seinen sich selbstverkauften Superhanseln mir entgegengrinste. Da reist man mal gut 9000 km weit weg und der D\u00fcnnbrettbohrer verfolgt einen noch&#8230; na herzlichen Dank<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Tour nach Namibia und Kapstadt und S\u00fcd Afrika dauerte von 6-17 Dezember. 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