Kategorie: Gedankensalat

  • one step closer

    Es ist nicht das Wetter, nicht der mürrische Blick in den Gesichtern der Menschen auf der Straße, nicht die schlechten Nachrichten in den Zeitungen, die Angst vor der ach so schlimmen Zukunft, Stimmen aus der eigenen Vergangenheit oder das Leben an sich, die einem das Herz schwer machen können als viel mehr die eigene Einstellung zu sich selbst und den Dingen die einem ausmachen…

    In den Momenten in denen mir das eigene Herz schmerzlich schwer wird, weiß man, dass man auf der einen noch viel mit sich selbst zu tun hat und auf der anderen, dass man immer noch lebt… gut so!

  • Niemals wieder


    Ein jeder hat in seinem Leben mal Dinge getan von denen er später aus Überzeugung sagt: Niemals wieder!
    So erging es mir als ich das erste Mal eine Küche aufbaute, den Film Pearl Harbour sah oder bei jedem Mal wo ich einen über den Durst getrunken hatte. Seit letzten Sonntag gibt es eine weitere Sache aufzuzählen: Die Reinigung meines Backofens.

    Wer es schon mal gemacht hat wird schnell merken das es der handelsübliche Backofen an sich einige schwierige Ecke besitzt an denen die Reinigung auch durch den Einsatz filigraner Frauen- oder Kinderhände zu gelingen vermag. Bei mir ist das die Fläche die sich direkt unterhalb der verglasten Ofentüre befindet.

    Die Experimente mit dem Backofen in den letzten Jahren Monaten Wochen hatte zur Bildung einer schweinebratenkrustenfarbenen Schicht geführt die, wenn man so mit dem Finger drüber strich, so manchem Schmieröl sicherlich ernsthaft Konkurrenz gemacht hätte. Ich weiß nicht ob es ungünstige Lichtreflexionen oder schlicht weg ein Ausritt meiner Fantasie durch den Alkohol war, doch hatte ich das Gefühl in jenem Soßenfilm aus Speck mehr zu erahnen als gut war. Hatte es sich bewegt? Gab es ein Anzeichen von Leben in jener natürlich gewachsenen Schicht? Und wenn es lebte musste ich dann es dann als Haustier anmelden?

    Wie auch immer, es bestand Handlungsbedarf: Ich beschloss meinen Ofen zu putzen.
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  • Wall of Sound

    Es gibt einige Dinge die ich an meiner Wohnung mag. Eines davon ist der Fakt das die Wände hier stellenweise nicht ganz so viel Schall schlucken wie andere es sich vielleicht wünschen mögen.

    Vielleicht würde ich auch andere Gedanken darüber hegen wäre da nicht meine schöne Nachbarin. Wenn sie mal früh am Abend ihre Wohnung betritt dann kommt es gelegentlich vor, das sie sich an ihr Klavier setzt und ihm für einige Zeit bedächtig und elegant schöne Melodien entlockt. Von meiner Seite aus betrachtet sprudeln plötzlich aus der Wand kleine Wasserfälle an Musik hervor. Herrlich wenn man mich fragt:

    Wer kann schon behaupten mit geschlossenen Augen, still auf seiner Couch bei einem heißen Tee sitzen und zugleich einem privaten Livekonzert lauschen zu können? 🙂

  • Handyporto

    Die Post hat einen neuen Service: Briefmarken auf dem Handy. Man schick eine SMS mit einem Kennwort an eine bestimmte Nummer und zack bekommt man die Briefmarke in Form eine dreizeiligen Zahlenkombination aufs Handy zurück. Die Zahlenkombination auf dem Briefumschlag schreiben und fertig.

    Klingt ganz gut für jemanden wie mich dem es immer wieder an Briefmarken fehlt, nutzen werde ich es aber trotzdem nicht.

    Warum?

    Nun mit 85 ct statt den üblichen 55 ct ist mir der Dienst einfach zu teuer. 60 ct hätte ich noch verstanden, die wollen ja auch was verdienen aber 30 ist Nepp.

  • die Sitze in der ersten Reihe

    Was wurde nicht darüber berichtet als MRR (Marcel Reich-Ranicki) seine Wutrede über die bestehende Fernsehlandschaft hielt und dabei den Preis für sein Lebenswerk bei der Fernsehgala ablehnte. Viele stimmten ihm zu, bemängelten wie er eine zu homogene Fernsehlandschaft mit zu wenig Niveau und zu viel amerikanischen Einfluss.

    Gerne reihte ich mich ein in das Klagelied eines Literaturkritikers und zeigte mit dem virtuellen Finger auf Sendungen der Kategorie Talentshow, Wohnortsanierung, Gerichtssendungen, Realityshows, Talkshows und Morgenmagazine. Von mir aus auch auf die ständigen Werbeunterbrechungen, die einen Film mit zahlreiche kleine Pipipäuschen versehen und Serien die ich angeblich alle sehen muss weil sie ja so was besonderes seien oder mein Leben erst lebenswert machten.
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  • was dir gefällt darfst Du lieben

    Herz, mein Herz, sei nicht beklommen,
    Und ertrage dein Geschick,
    Neuer Frühling gibt zurück,
    Was der Winter dir genommen.

    Und wie viel ist dir geblieben!
    Und wie schön ist noch die Welt!
    Und, mein Herz, was dir gefällt,
    Alles, alles darfst du lieben!

    H. Heine

  • Oder anders

    Falls sich jemand hier fragen sollte warum ich so wenig zurzeit von mir gebe, dann liegt das nicht daran, das es nichts zu berichten gibt als viel mehr das es mir zurzeit nicht gelingt dieses in eine passende Form für dieses Blog hier zu gießen

    Oder anders:

    Gedanken flattern um meinen Kopf herum wie kleine Schmetterlinge doch wie sie herausstellt kann ich mit meinem Netz momentan nicht gescheit umgehen. Die kleinen Mistviecher weichen mir immer wieder aus, laden auf meiner Nase, stupsen mich mit ihren Fühlern an und flattern dann wieder mehr herum.

    Oder anders:

    Sehen ist mit geschlossenen Augen nicht möglich…

  • Blattwerk

    Zu sehen wie die Blätter, einen Meer gleich, sich auf dem Boden verteilen erinnert mich an einen Test den ich seiner Zeit in der Schule absolviert. Ich kann nicht mehr genau sagen in welcher Klasse es war, lediglich das Thema ist mir heute noch ein Begriff: es ging um Bäumen. Eine Frage beschäftigte sich mit der Funktion des Blattabwurfes bei Bäumen im Herbst.

    Als ich die Frage lass grübelte ich darüber nach warum Bäume im Herbst dazu neigten ihre Blätter abzustoßen. Bekannt war es mir nicht, denn ich hatte nicht unbedingt viel gelernt für diesen Test. So sah ich dar und schaute aus dem Fenster hinaus auf den Schulhof wo der Wind das Laub ein wenig aufwirbelte. Warum verloren Bäume nur ihre Blätter? Brauchten sie sie nicht mehr? Machten sie das einfach nur so zum Spaß oder gab es da wirklich einen Sinn dahinter? Ich dachte angestrengt nach und versuchte mich anhand der Eigenschaften des Herbstes an die Antwort auf diese Frage heran zu tasten. Nach einigem Hin und Her kam ich zu einem Ergebnis und schrieb meine Antwort nieder.

    Als ich den test zurück bekam hatte ich ihn zwar soweit gut abgeschlossen aber gerade meine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des des Blattabwurfes brachte mir ein kurzes Gespräch mit meiner Lehrerin ein. Meine Antwort war so ungewöhnlich im Vergleich zu meinen restlichen gewesen, dass sie lieber erstmal nachharkte bevor sie einem Betrugsverdacht nachgab. Natürlich konnte ich sie davon überzeugen, dass ich die Antwort einfach nicht wusste und statt dessen das hingeschrieben hatte was mir am meisten Sinn machte:

    „Im Herbst werfen die Bäume ihre Blätter ab um ihre Wurzel vor der Kälte zu schützen. Schließlich hat es jeder an kalten Tagen schön warm.“

  • wearing the inside out


    Quelle: http://www.PinkFloyd.com

    The family of Richard Wright, founder member of Pink Floyd, announce with great sadness, that Richard died today after a short struggle with cancer.

    The family have asked that their privacy is respected at this difficult time.

    Richard Wright
    Born 28 July 1943 (65)

    Damit endet meine Hoffnung einmal in meinem Leben Pink Floyd live zu sehen… eines der wenigen Dinge die ich über die Jahre in mir herum getragen habe. Mit Pink Floyd bin ich so um 1995 / 1996 herum in Berührung bekommen. Auslöser dafür war der Song High Hopes welches der erste bewusst wahrgenommende Pink Floyd Song war und zu Kauf des P*U*L*S*E Albums führte. Ab da rollte ich das Feld von hinten auf und beschäftigte mich intensiver mit der Musik von Pink Floyd und der rest ist geschichte

    Aber nicht nur deshalb hat High Hopes eine besondere Bedutung für mich. Der Song erinnert mich an eine schöne Zeit in mienem Leben als das Glück stets ein High Hopes entfernt war… (was jetzt niemand verstehen muss)

  • Lecker…

    Sehr interessanter Artikel bei SpOn über die E-Zusatzstoffe der Lebensmittelindustrie… Man merkt, das man eigentlich gar nicht weiß was man da alles zu sich nimmt… da kann man nur froh sein kein Lebensmittelchemiker zu sein…