Kategorie: Gedankensalat

  • Was Anzüge verraten…

    In der letzten Unterrichtsstunde in der Musikschule betrat ich verwundert den Raum: Markus, mein Lehrer, ein relativ junger Mann, den ich bis dato nur in lässigen Shirt und leicht abgetragenen Jeans gesehen hatte, trug auf einmal einen Anzug.

    Da er mich bat ein wenig zu warten weil er noch was zu prüfen hätte dachte ich mir, dass es sich um die besagt Prüfung wohl um etwas Besonderes handeln müsse. Ich lauschte und hörte die Versuche eines Mädchens „Summer of 69“ halbwegs rockig über die Bühne zu bekommen. An der Stimme lag es ganz sicher nicht, nur traf sie leider keineswegs die Stimmung des Liedes. Anzug und Gesang? Da schien es sich ganz klar um eine Gesangsprüfung zu handeln, also stellte mich ein etwas länger warten zu müssen. Zu meiner Verwunderung war das ganze nach 15 Minuten bereits zu Ende.

    Nach der Musikschule fragte ich Markus, ob es heute eine besondere Prüfung gegeben hätte. Er sah mich kurz fragend an, räumte dann weiter seine Sachen zusammen und fragte im Gegenzug ob ich das fragen würde weil er einen Anzug tragen würde. Ich bejahte. Da schmunzelte er kurz und meinte nur: „Den habe ich nur an weil ich nichts anders mehr zum anziehen habe. Schließlich bin ich Single.“

    Ich denke ich muß dafür dankbar sein, das er wenigstens noch den Anzug hatte. Zumindest weiß ich nun das bei Leute die einen Anzüge tragen zu Hause ein Berg Wäsche vor sich hinstinkt!

  • (Un)Sportlich

    Die Woche kann ich in meinem Kalender als „Sportlich genutzt“ kennzeichnen: Am Dienstag stand das Viertelfinale im Eishockey zwischen den Kölner Haien und den Nürnberg Ice Tigers an. Die Kölner gewannen deutlich mit 6:2. Das Spiel war ungewohnt gut von Seiten der Haie aus, die zum einen sehr viel Druck machten und schönes Offensiv Eishockey zeigten. Neben der Tatsache das ich weder die Fangesänge noch irgendjemanden aus der jeweiligen Mannschaft kannte, den Puck ständig aus den Augen verlor, ich somit hoffnungslos verloren war und der Mensch neben mir als das Gegenteil zu mir erschien, amüsierte mich der kleine Wettbewerb der in einer Drittelpause stattfand:

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  • Manches gehört in Fachhände…

    Vieles, was Unternehmen mal als Dienst am Kunden gesehen haben, machen die Kunden inzwischen selber nur um ein paar Cent zu sparen. Sei es seine Rechnungen selber ausdrucken, seine Pakete selbst abholen oder seine Haare beim Frisör zu fönen.

    Das damit auf den Kunden eine Vielzahl neuer Herausforderungen auf ihn zukommt sollte jedem bewusst sein. Aber man stellt sich nicht nur neuen Herausforderungen sondern badet zugleich in neuen Gefahren.

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  • Morddrohung für Musiker

    Während draußen die Schneeflocken wieder ihren Tanz in Richtung Erdboden beginnen, sinniere ich über den Moment der letzten Woche indem mein Leben doch arg gefährdet war. Auf Entdeckungsreise über das Handhaben und Spielen des Bassinstrumentes, hatte ich mich kurzfristig dazu entschlossen Unterricht zu nehmen – schließlich, so dachte ich mir ist es wichtig eine gute Grundlage zu haben. Glücklicherweise ist nicht unweit von mir eine Musikschule, der Termin war schnell gemacht und ein paar Tage später saß ich dann etwas zu früh im Wartezimmer und vertrieb mir die Zeit der aus den einzelnen Räumen schallenden Mischung aus Eu- und Kakophonie zu lauschen – wohl wissend bald meinen Teil dazu beizutragen.

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  • Inflation im Acrylblock

    Mit Geldscheinen kann man so einiges Anfangen: Man kann damit Sachen und Leistungen erwerben, es im Zeichen der Kunst oder des Antikapitalismus verbrennen, darin baden, kleine lustige Schiffe falten oder seine Kaufkraft erkennen. Natürlich hat Geld nicht immer denselben Wert weil die bestimmenden Kurse generell natürlichen Schwankungen unterliegen. Trotzdem bekommt man bei der Frage wie viel sind beispielsweise 100 €uro Wert Antworten wie: Weniger als früher, gut 100 Hamburger oder aber einfach: „Genau 100 €uro“

    Leider musste ich heute feststellen, dass 100 €uro inzwischen keine 100 €uro mehr wert sind, sondern nur noch 92,95 €uro. Woher ich das weiß? Nun Plus hat mir da mit folgender Anzeige geholfen. Sollte die Anzeige nicht mehr online sein kann man hier ein Bild der selbigen einsehen.
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  • Backe Backe Kuchen…

    Wie jeder neuer Trend ist das Kernstück des selbigen zu Beginn recht unscheinbar. Keiner kennt es so wirklich, es wirk hier und da gemunkelt, getuschelt und der Phantasie freien Lauf gelassen. Gehandelt wird es noch als Geheimtipp und hinter vorgehaltener Hand flüstern Eingeweihte sich zu wo es zu bekommen ist. Für eine gewisse Zeit lebt das ganze vor sich hin bis die Mund zu Mund Maschinerie, bestens geölt, aus etwas ganz Geheimen einen Trend entwickelt der am Ende entweder ausstirbt oder aber Teil des alltäglichen Lebens wird. Trends hat es schon immer gegeben, welche die irgendwo einen Sinn hatten (Gesundheitswahn, Esoterik) und welche die nie einen wirklichen Sinn hatten (Tamagotchi, Pokemon, Digimon…)
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  • Vom FC Eigenheim und Personenentführungen

    Etwas was ich im gewissen Rahmen spannend finde sind die ganzen Werbefilme die als Vorprogramm im Kino laufen. Damit meine ich allerdings nicht die Kinotrailer für die einzelnen Filme, sondern die Werbung die uns zum Kaufen animieren soll. Irgendwo ist es herrlich und traurig zugleich zu welchen Auswüchsen Kinowerbung in der Lage ist. (mehr …)

  • Dem Hund geht es gut!!!!

    Wer sich, wie ich mich beispielsweise, gefragt hat wie es dem Hund aus dem Beitrag zuvor geht, dem sei versichert das es ihm gut geht. Auf Anfrage eines Lesers dieses Blogs kam folgende Mail ins Haus geflattert:
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  • Wirklich bösartige Werbung

    Werbung soll ja etwas beim Betrachter bewirken. In erster Linie Aufmerksamkeit um sich im Gedächtnis des potentiellen Kunden festzusetzen. Ist das erst mal geschehen dann wird sie zu Selbstläufer und die Mund-zu-Mund Propaganda beginnt. Dazu ist den Werbemenschen heute wohl jedes Mittel recht um das zu erreichen. Mit Vorliebe wird heute viel mit spärlich bekleideten aber dafür um so besser gebauten Personen geworben die und weiß machen wollen wie dringen wir doch wie sie handeln sollen…

    Aber auf Dauer wird man dem überdrüssig. In den Köpfen setzt sich mit der Zeit die Antihaltung fest, das man es nicht so sein kann und andere, dazu kontraproduktive Werbung unterstützen uns darin, machen uns weis das wir wieder so sein sollen wie wir sind. Also liegt der Schluss nahe, das man sich mit neuen Mitteln bemerkbar machen muss…

    Seit einiger Zeit hängt das folgende Werbeplakat bei uns aus:
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  • Das Ikea-Syndrom

    Wer kennt das nicht? In manchen Geschäften sollte man sich besser nicht blicken lassen weil man sonst nur schwer beladen wieder heraus kommt. Was bei den meisten Menschen entweder ein Klamotten- oder Elektronikgeschäft ist, ist bei mir Ikea.
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